Ecofys-Studie über die Abschaltung von Windenergieanlagen
12. 04/2011
Windenergieanlagen sind bislang meist lokal – in einigen Regionen aber erheblich – vom Einspeisemanagement betroffen. Dies zeigt (…)
Windenergieanlagen sind bislang meist lokal – in einigen Regionen aber erheblich – vom Einspeisemanagement betroffen. Dies zeigt eine Studie des Forschungsinstituts Ecofys.
Im Jahr 2009 wurden in Teilen der Netzgebiete von sieben Netzbetreibern in Nord- und Ostdeutschland Windenergieanlagen abgeregelt. Diese Netzgebiete decken 61 Prozent der 2009 in Deutschland installierten Windleistung ab. Mindestens 1,6 GW installierte Windleistung waren in dem Jahr vom Einspeisemanagement betroffen – je nach Netzbetreiber zwischen drei und 42 Prozent der jeweils dort installierten Windleistung. Ursachen waren vermutlich Überlastungen im Hochspannungsnetz, an Hochspannungs-/ Mittelspannungs-Umspannwerken und im Mittelspannungsnetz.
Obgleich es sich derzeitig primär um ein regionales Problem handelt, – 2009 betrug der Anteil der Ausfallarbeit durch das Einspeisemanagement bei Windenergie 0,2 Prozent der eingespeisten Energie – so zeigt die Studie doch, dass die Ausfallarbeit in den Jahren von 2004 bis 2009 auf das Siebenfache angestiegen ist. Ohne einen beschleunigten Netzausbau dürfte diese Problematik künftig noch deutlich zunehmen.
Das Einspeisemanagement schränkt die Einspeisung des Erneuerbare Energien-Stroms ein und stellt allenfalls eine kurzfristige Übergangslösung dar. Langfristiges Ziel ist die Systemtransformation und der Netzausbau, um die Abnahme einer größtmöglichen Menge Strom aus Erneuerbaren Energien zu gewährleisten.
Um den dringend notwendigen Netzausbau endlich umzusetzen, schlägt der Bundesverband WindEnergie e.V. unter anderem vor, dass die Kosten der Härtefallregelung nicht dauerhaft über die Netzentgelte in Ansatz gebracht werden können und dass die Ansatzfähigkeit stark degressiv gestaltet werden muss. Darüber hinaus soll als UItima Ratio der unabhängige Aufbau und Betrieb von Einspeisenetzen durch EEG-Einspeiser ermöglicht werden. Diese können solche Netze schneller, kostengünstiger und mit besserer Akzeptanz realisieren als öffentliche Netzbetreiber. Notwendig ist zudem eine Regelung, die die Betreiber von Windenergieanlagen unabhängig vom EEG anreizt, ein Einspeisenetz zu errichten und zu betreiben. Die Refinanzierung könnte analog zum EEG in einer Umlage organisiert werden.
Die vollständigen Studienergebnisse finden Siehier.
Ecofys-Studie über die Abschaltung von Windenergieanlagen
Windenergieanlagen sind bislang meist lokal – in einigen Regionen aber erheblich – vom Einspeisemanagement betroffen. Dies zeigt (…)
Windenergieanlagen sind bislang meist lokal – in einigen Regionen aber erheblich – vom Einspeisemanagement betroffen. Dies zeigt eine Studie des Forschungsinstituts Ecofys.
Im Jahr 2009 wurden in Teilen der Netzgebiete von sieben Netzbetreibern in Nord- und Ostdeutschland Windenergieanlagen abgeregelt. Diese Netzgebiete decken 61 Prozent der 2009 in Deutschland installierten Windleistung ab. Mindestens 1,6 GW installierte Windleistung waren in dem Jahr vom Einspeisemanagement betroffen – je nach Netzbetreiber zwischen drei und 42 Prozent der jeweils dort installierten Windleistung. Ursachen waren vermutlich Überlastungen im Hochspannungsnetz, an Hochspannungs-/ Mittelspannungs-Umspannwerken und im Mittelspannungsnetz.
Obgleich es sich derzeitig primär um ein regionales Problem handelt, – 2009 betrug der Anteil der Ausfallarbeit durch das Einspeisemanagement bei Windenergie 0,2 Prozent der eingespeisten Energie – so zeigt die Studie doch, dass die Ausfallarbeit in den Jahren von 2004 bis 2009 auf das Siebenfache angestiegen ist. Ohne einen beschleunigten Netzausbau dürfte diese Problematik künftig noch deutlich zunehmen.
Das Einspeisemanagement schränkt die Einspeisung des Erneuerbare Energien-Stroms ein und stellt allenfalls eine kurzfristige Übergangslösung dar. Langfristiges Ziel ist die Systemtransformation und der Netzausbau, um die Abnahme einer größtmöglichen Menge Strom aus Erneuerbaren Energien zu gewährleisten.
Um den dringend notwendigen Netzausbau endlich umzusetzen, schlägt der Bundesverband WindEnergie e.V. unter anderem vor, dass die Kosten der Härtefallregelung nicht dauerhaft über die Netzentgelte in Ansatz gebracht werden können und dass die Ansatzfähigkeit stark degressiv gestaltet werden muss. Darüber hinaus soll als UItima Ratio der unabhängige Aufbau und Betrieb von Einspeisenetzen durch EEG-Einspeiser ermöglicht werden. Diese können solche Netze schneller, kostengünstiger und mit besserer Akzeptanz realisieren als öffentliche Netzbetreiber. Notwendig ist zudem eine Regelung, die die Betreiber von Windenergieanlagen unabhängig vom EEG anreizt, ein Einspeisenetz zu errichten und zu betreiben. Die Refinanzierung könnte analog zum EEG in einer Umlage organisiert werden.
Die vollständigen Studienergebnisse finden Sie hier.